Ein Webblog von Simon Oberthür
25 Jun
Heute in der Mittagspause hab ich das “Streitgespräch” zwischen Franziska Heine und Ursula von der Leyen in der Online-Ausgabe der Zeit gelesen. Stutzig machte mich folgende Aussage von Frau von der Leyen:
Die Anbieter suchen Wege, damit Neugierige zu Kunden werden, die auch bezahlen. Wenn Sie die Zahlen bezweifeln, fragen Sie doch mal in der Berliner Charité die Wissenschaftler, die sich mit dem Thema beschäftigen.
Hatte ich nicht vor ein Paar Tagen noch irgendwo gelesen, dass Wissenschaftler der Charité das Gegenteil von dem was Frau von der Leyen hier gerade behauptet sagten? Argumentiert hier die CDU wiedermal wie in letzter Zeit öfters mit Studien die genau das Gegenteil behaupten? Das ganze mal wieder in der Hoffnung, dass der gutgläubige Bürger drauf reinfällt und es nicht nachprüft?
Danke #zensursula, dass du die Netzgemeinde wachgerüttelt hast (was auch der Spiegel heute festellte)! Schnell wurde im Netz recherchiert und an diversen Stellen noch viel weitere Schwachstellen aufgedeckt und mit Quellenangaben untermauert. Hier meine Empfehlungen die sehr lesenswert sind:
Einen weiteren Gedanken hatte ich noch heute Mittag. Wer sich nicht mit der Materie beschäftigt hat und erst mal davon ausgehend, dass unsere Familienministerin nicht Pinocio ist, könnte ihr glauben. Deshalb ist es unsere Pflicht, die Menschen aufzuklären über die Art und Weise wie hier auf Wählerfang gegangen wird!
BTW: Weitere Links zu Blogs/Zeitungen/etc. die sich mit dem Artikel auseinander setzen finden sich im Wir sind das Volk Blogpost von heute. An dieser Stelle auch mal ein Danke an das Wir sind das Volk Blog, was täglich Beiträge zum Thema #zensursula sammelt.
(Bild von cortlinux via flickr)
Udpate 1:
Lesenswerter Artikel von Martin Recke in seinem Blog fischmarkt.de: Ein Plädoyer für Biss in der politischen Kommunikation.
One Response for "#Zensursula Pinocio von der Leyen (Update 1)"
Was soll man da noch sagen.. Die CDU/CSU Fraktion hat bei mir eh verschissen..
Ich rufe hiermit auf, die CDU/CSU abzuwählen!!
Das geht aber leider nicht, wenn man die Piraten wählt..
Wir sind – im Vergleich – eine sehr kleine Gruppe. Würden wir alle die Piraten wählen, käme sie immer noch nicht über die 5%-Hürde. Bei ca 58 Millionen wahlberechtigten Bürgern, bräuchten die Piraten 2.900.000 Stimmen. Selbst wenn die Wahlbeteiligung bei 80 Prozent liegen würde, sind das immer noch über 2 Millionen Stimmen, die gesammelt werden müssen. Und das um überhaupt in den Bundestag zu kommen!
Ich möchte hier niemanden Sagen, was er wählen soll, nur glaube ich echt, dass die Piratenpartei keine wirkliche Chance hat.
Bei der Europawahl haben nur ca 43 Prozent der Deutschen gewählt. Rechnet man von den 43 Prozent, den einen Prozent der Piratenwähler raus, dann sind das gerade einmal ca. 250.000 Menschen.
Mit 10 Prozent der benötigten Stimmen um überhaupt in den Bundestag zu kommen, kann man keine Wahl gewinnen.
Selbst wenn man jetzt noch mobil-macht, kann ich mir nicht vorstellen, dass es am Ende genügend Stimmen sein werden.
Deswegen sage ich, wählt mit strategie, um die CDU in die Koalition zu drengen…
Was die nämlich mit unserem Internet vor hat, wird noch viel schlimmer als nur die Sperrlisten für KiPo.
Gruß
Thomas L.
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