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	<title>Zottels Blog &#187; Killerspiele</title>
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	<description>Ein Webblog von Simon Oberthür</description>
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		<title>Killerspiele: Karlsruher Grünen und Grüne auf Bundesebene (Update 2)</title>
		<link>http://www.zottel.de/2009/06/06/killerspiele-karlsruher-grunen-und-grune-auf-bundesebene/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 12:58:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zottel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>

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		<description><![CDATA[Stellungsnahmen der Grünen (Bundesebene und Karlsruhe) zum Thema Killerspiele.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele erwachsene Liebhaber von Computerspielen haben sich &#8211; genauso wie ich &#8211; über die <a href="http://www1.karlsruhe.de/Gemeinderat/Gruene-Fraktion/Presse/2009/0511pr01.htm">Pressemitteilung der Grünen aus Karlsruhe vom 11. Mai 2009</a> aufgeregt (siehe auch <a href="http://www.gulli.com/news/karlsruhe-auch-gr-ne-m-gen-2009-05-12/">Gulli</a> oder <a href="http://www.ka-news.de/nachrichten/karlsruhe/Karlsruhe-Killerspiele-Gruene;art6066,199419">Ka-News</a>). Das die Grünen allgemein nicht für Verbote von &#8220;Killerspielen&#8221; sind habe ich in meinen beiden Blogartikeln <a href="http://www.zottel.de/2009/06/05/weitere-aussagen-der-grunen-zu-killerspielen/">Weitere Aussagen der Grünen zu “Killerspielen”</a> und <a href="http://www.zottel.de/2009/06/05/grune-gegen-das-verbot-von-killerspielen/">Grüne gegen das Verbot von “Killerspielen”</a> schon dokumentiert. Schön zu lesen, dass die Einsicht das Verbote der falsche Weg sind anscheinend auch teilweise bei den Grünen in Karlsruhe angekommen ist. So heist es in der <a href="http://www1.karlsruhe.de/Gemeinderat/Gruene-Fraktion/Presse/2009/0526pr01.htm">Pressemitteilung der Gemeinderatsfraktion vom 26. Mai 2009</a>:</p>
<blockquote><p>„Selbst bei Verboten kann sich – wie allgemein bekannt – jeder Jugendliche leicht aggressive Spiele aus dem Internet herunterladen. Dann wird eben hinter verschlossenen Türen und ohne jede kritische Auseinandersetzung gespielt. Andererseits ist nicht alles, was zur Jugendkultur gehört, von Vornherein zu akzeptieren. Damit stiehlt man sich aus der Verantwortung für möglicherweise problematische Entwicklungen.“</p></blockquote>
<p>Anbei noch zwei neue Antworten zu dem Thema aus der Aktion <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.gruene.de');" href="http://www.gruene.de/no_cache/3-tage-wach.html">3-Tage-wach</a> der Grünen die nocheinmal ganz klar stellen, dass sich die Grünen auf Bundesebene von der ursprünglichen Meinung der Karlsruher Grünen distanzieren:</p>
<p>Frage von Simon an 05-06-09 um 23:48:</p>
<blockquote><p>Wie stehen die Grünen zu dem Thema &#8220;Killerspiele&#8221;! Die Aktion in Karlsruhe http://www.ka-news.de/nachrichten/karlsruhe/Karlsruhe-Killerspiele-Gruene;art6066,199419 lässt mich darauf schließen, dass die Grünen jetzt zumindest vereinzelt doch den populistischen Weg im Bezug auf dieses Thema einschlagen wollen, während sie 2006 noch diplomatischere Töne diesbezüglich verlauten ließen. Handelt es sich bei der Aktion der grünen Gemeinderatsfraktion in Karlsruhe also um eine, welche dem allgemeinen Konsens der Grünen in Deutschland entspricht?</p></blockquote>
<p>Sehr lesenswerte Antwort von Team Grün:</p>
<blockquote><p>Hallo Thomas,</p>
<p>die Position der Karlsruher Grünen ist eine Position der Karlsruher Grünen. Auf Bundesebene haben wir eine andere Meinung, die auch sonst größtenteils in der Partei geteilt wird. Das wir aber unterschiedliche Meinungen in unserer Partei haben, ist vermutlich nachvollziehbar. Untenstehend aber noch einmal unsere Position wie wir zu Frage Computerspiele stehen:</p>
<p>Gewalt und Kriegslust haben in den Köpfen von Kindern und Jugendlichen nichts zu suchen. Das ist und bleibt grüne Position, die wir auch bei der letzten Novelle des Jugendschutzes 2003 deutlich gemacht haben. Wir halten dennoch nichts von einem pauschalen Verbot. Die Forderung danach ist purer Populismus, zumal gewaltverherrlichende Computerspiele schon jetzt verboten werden können. Wer sich ernsthaft mit dem Thema Medien und Gewalt auseinandersetzt, stößt auf sehr komplexe Zusammenhänge.</p>
<p>Das heiß nicht, dass nicht noch Verbesserungen notwendig sind. Von grundlegender Bedeutung ist vor allem aber eine konsequente Vermittlung von Medienkompetenz in allen Bildungsbereichen v.a. für Heranwachsende und deren Eltern. Das isteffektiver als jedes Verbot. Genau so wichtig: Wir brauchen eine klare Förderung und Kennzeichnung hochwertiger Computerspiele. Dazu wollen wir die Filmförderung auch für Computerspiele öffnen. Wir setzen auf Qualität und Kompetenz statt staatlicher Bevormundung!</p>
<p>Für uns sind Computerspiele Kulturgut und verdienen ihren Platz in der Gesellschaft. Das heißt aber auch, das man sich kritisch mit ihnen auseinandersetzen dürfen muss. Deswegen kann man sagen das man Far Cry oder GTA 4 nicht gut findet, genauso wie man sagen kann das man ein Buch oder einen Film schlecht findet.<br />
Eine wichtige Rolle nimmt aber auch die Spielerszene selber ein. Hier gilt es Transparenz zu ermöglichen und Kritiker einzuladen und die Diskussion zu suchen.</p>
<p>Bündnis 90/Die Grünen steht zur Computerspielebranche, zur Spielerszene und streitet für mehr gesellschaftliche Anerkennung aber auch Diskussion über das Thema Computerspiele und mögliche Probleme (Zugang zu Spielen ohne Freigabe) oder Gefahren (Abhängigkeiten).</p>
<p>Dein GRÜNES-Team</p></blockquote>
<p>Eine weitere Frage kam von Jürgen am 05-06-09 um 22:13</p>
<blockquote><p>1. Sollen die so genannten &#8220;Killerspiele&#8221; (Computerspiele, Paintball,etc. ) verboten werden ? Ja oder Nein ?</p></blockquote>
<p>Und die Antwort von Team Grün:</p>
<blockquote><p>Lieber Jürgen Kleinbauer,<br />
Ihre Fragen beantworten wir gerne:<br />
Sogenannte Killerspiele zu verbieten ist populistisch, aber nicht zielführend. Denn die Gründe für die fürchterlichen Amokläufe liegen woanders &#8211; im Elternhaus, in psychischen Problemen. Letztlich bringt es mehr, zum Beispiel mehr Schulsozialarbeiter einzustellen, als Killerspiele zu verbieten.</p>
<p>Mit besten Grüßen<br />
Ihr Team Grün</p></blockquote>
<p>Der Konflikt der hier innerhalb der Grünen zu sehen ist, ist wohl der typische Generationenkonflikt der hinter der ganzen Problematik steht. Ich kann verstehen, dass eine <a href="http://www.karlsruhe-gruener-machen.de/kandidatinnen/plz76199/anne-segor/">Frau Segor</a>, die die Friedensbewegung der 70er miterlebt hat, gegen Computerspiele mit Gewalthalligen Inhalten ist. Für jemanden der sich nicht Computerspielen auskennt mag so ein Spiel sehr grausam aussehen. Das virtuelles Töten aber nicht wirklich etwas mit realem Töten zu tun hat und diverse Menschen die reale Gewalt verabscheuen aber dennoch Spaß an solchen Spielen haben wird dabei aber nicht berücksichtigt. Wichtig wäre gewesen, wenn Frau Segor sich bei ihren grünen Kollegen vor den Pressemitteilungen Informiert hätte. So wäre sie vielleicht schon früher zur Erkenntnis gekommen, dass man &#8220;Killerspiele&#8221; zwar verabscheuen kann, aber dass wohl ein Verbot eher kontraproduktiv ist.</p>
<p>Etwas Gutes hat der ganze Verlauf  meiner Meinung allerdings. Oft wurden die Grünen in ihrer <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.gruene.de');" href="http://www.gruene.de/no_cache/3-tage-wach.html">3-Tage-wach-Aktion</a> bzgl. der Einstellung der Grünen zur Thematik &#8220;Killerspiele&#8221; befragt. Und auch die Grünen in Karlsruhe wurden bestimmt von ihren Kollegen auf Bundesebene bzgl. dieser Thematik aufgeklärt, so dass sie sich in der zweiten Pressemitteilung nun selber gegen ein Verbot aussprechen und für Vermittlung von Medienkompetenz für Eltern und Kinder (FSK18 Spiele gehören z.B. nichtin Kinderhände!) werben. Der Effekt ist also, dass das Thema bei den grünen öfters Diskutiert wurde, mit dem Ergebnis einer Position mit der auch Spieleliebhaber gut leben können. Bleibt zu hoffen das weitere &#8220;schwarzen Scharfe&#8221; der Grünen (wie z.B.: <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/sylvia_kotting_uhl-650-6042--f186751.html#q186751">Frau Kotting-Uhl</a>) die für eine Ausweitung von Verboten ist von den &#8220;vernünftigen&#8221; Grünen weiter aufgeklärt werden und einsehen: Nur weil man etwas doof findet muss man es nicht gleich verbieten/zensieren und so tun als gäbe es diese Spiele nicht.</p>
<p><strong>Update 1+2:</strong></p>
<p>Weitere Links zum Thema Grüne und &#8220;Killerspiele&#8221;:</p>
<ul>
<li>heise: <a href="http://www.heise.de/newsticker/Gruene-gegen-Verbot-von-Killerspielen--/meldung/68815">Grüne gegen Verbot von &#8220;Killerspielen&#8221;</a></li>
<li>Stigma Videospiele Blog: <a title="Permanent Link: Grüne zerrissen?" rel="bookmark" href="http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=2553">Grüne zerrissen?</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Politischer Amoklauf der Innenminister</title>
		<link>http://www.zottel.de/2009/06/06/politischer-amoklauf-der-innenminister/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 22:15:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zottel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>

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		<description><![CDATA[Tragödien wie der Amoklauf in Winnenden schockieren uns, lassen uns den Atem stocken und mit dem Kopf schüttel. Schnell sollen Erklärungen her, warum eigentlich sowas unerklärliches passiert ist. Schnell sind &#8220;Killerspiele&#8221; bei den Politikern im Gespräch und ein Verbot wird hier und da diskutiert. Das so ein Verbot zukünftige Amokläufe verhindern kann ist dabei sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tragödien wie der Amoklauf in Winnenden schockieren uns, lassen uns den Atem stocken und mit dem Kopf schüttel. Schnell sollen Erklärungen her, warum eigentlich sowas unerklärliches passiert ist. Schnell sind &#8220;Killerspiele&#8221; bei den Politikern im Gespräch und ein Verbot wird hier und da diskutiert. <span id="more-88"></span>Das so ein Verbot zukünftige Amokläufe verhindern kann ist dabei sehr umstritten. Dr. Lothar Adler erforscht schon seit längerem und hat beispielsweise im Rahmen der Ringvorlesung der Universität Erfurt &#8220;Gewalt und Terror&#8221; einen Vortrag über Amokläufe gehalten (<a href="http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1297/adler.html">Zusammenfassung des Vortrags</a>). Interessant ist das die Anzahl der Amokläufe recht konstant ist bzw. sogar Rückläufig ist. Außerdem gibt es das Phänomen Amoklauf schon sehr sehr lange. Also auch wesentlich länger als es Computer gibt. Im <a href="http://www.unicum.de/evo/15353_1_3">Interview</a> mit der Zeitung Unicum ist beispielsweise folgende Aussage zu finden:</p>
<blockquote><p>Viele fordern jetzt schärfere Waffengesetze und ein Verbot von so genannten „Killerspielen“. Was halten Sie davon? Helfen solche Maßnahmen oder liegen die eigentlichen Probleme nicht ganz woanders?</p>
<p>Adler: Die eigentlichen Probleme liegen ganz woanders. Wir haben die Jahrzehnte von 1980 – 1990 und 1990 – 2000 untersucht. Nach 1990 standen Waffen auf dem Schwarzmarkt in nahezu beliebiger Menge zur Verfügung. Tatsache ist, dass die Amokläufe danach seltener wurden. Aber die, die gelaufen wurden, wurden häufiger mit Schusswaffen durchgeführt. Tatsächlich waren sie dann auch etwas gefährlicher. Das Problem liegt also ganz woanders.</p></blockquote>
<p>Deutschland verfügt bereits heute über einen der schärfsten Gesetze in Bezug auf gewalthaltige und gewaltverherrlichende Computerspiele. Spielt also ein jugendlicher unter 18 Jahren solche Computerspiele wird hier schon gegen ein Gesetzt verstoßen, nämlich die Eltern gegen Ihre Aufsichtspflicht. Solche Computerspiele sind &#8212; aus gutem Grund (!) &#8212; je nach &#8220;Härtegrad&#8221; der Gewaltdarstellung erst ab 18 Jahren freigegeben und auf dem Index (=Werbeverbot und Einschränkung beim Verkauf) bzw. beschlagnahmt (= Werbe-,  undVerkaufsverbot). FSK16 Spiele nun evtl. auch noch zu verbieten ohne fundierte wissenschaftliche Grundlage diskreditiert hier eindeutig die aktuelle Jugendkultur.</p>
<p>Erschreckend ist deshalb der polemische Vorstoß der Innenminister von heute: Sie fordern in Bezug auf gewalthaltige Computerspiele &#8220;ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot so schnell wie möglich umzusetzen&#8221;. Wie gesagt, der Sinn dieser Forderung bezüglich Amokläufe ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Stellt sich also wiedermal die Frage, warum das Ganze? Wird hier Wahlkampfbetrieben?</p>
<p>Der Wahlkampf kann allerdings nach hinten losgehen: Mein Tipp am Sonntag Die Grünen oder die Piraten wählen, die beide gegen solch ein Verbot sind:</p>
<p>Weitere Artikel und Informationen zu diesem Thema finden sich unter</p>
<ul>
<li>Hier im Blog: <a href="http://www.zottel.de/2009/06/05/weitere-aussagen-der-grunen-zu-killerspielen/">Weitere Aussagen der Grünen zu “Killerspielen”</a></li>
<li>In Ralphs Piratenblog: <a href="http://piratenblog.wordpress.com/2009/06/05/pminnenminister-gegen-killerspiele-jupis-gegen-spielekiller/">Innenminister gegen Killerspiele – JuPis gegen Spielekiller</a> (sehr empfehlenswert!)<a href="http://piratenblog.wordpress.com/2009/06/05/pminnenminister-gegen-killerspiele-jupis-gegen-spielekiller/"><br />
</a></li>
<li>gamedienst.de: <a href="http://gamesdienst.de/2009-06/innenminister-beschliesen-killerspiele-verbot/">Innenminister beschliesen &#8220;Killerspiele&#8221;-Verbot</a></li>
<li>heise: <a href="http://www.heise.de/newsticker/Innenminister-fordern-Verbot-von-Killerspielen--/meldung/139973">Innenminister fordern Verbot von &#8220;Killerspielen&#8221;</a></li>
<li>Blog Stigma Videospiele: <a href="http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=2038">Neuauflage der “PC Games”-Aktion</a> (mitmachen!)</li>
<li>Blog Ich spiele Killerspiele: <a href="http://www.ich-spiel-killerspiele.de/blog/verbot-fur-killerspiele.php">Verbot für Killerspiele</a></li>
<li>taz.de: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/innenminister-wollen-killerspiel-verbot/">Reaktion auf Winnenden &#8211; Innenminister wollen Killerspiel-Verbot</a></li>
<li>Zeit: <a href="http://www.zeit.de/online/2009/24/killerspiele-verbot-innenminister">Killerspieldebatte Counterstrike &#8211; die Innenminister schlagen zurück</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Weitere Aussagen der Grünen zu &#8220;Killerspielen&#8221;</title>
		<link>http://www.zottel.de/2009/06/05/weitere-aussagen-der-grunen-zu-killerspielen/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 16:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zottel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>

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		<description><![CDATA[In meinem Post Grüne gegen das Verbot von “Killerspielen” habe ich über die Aktion 3-Tage-wach der Grünen berichtet. Hier noch ein paar weitere Aussagen von Team Grün auf Fragen bzgl. Ego-Shootern.
Julian fragte Team Grün:
Ich wollte Fragen, wie eure Position zu den sogenannten &#8220;Killerspielen&#8221; allgemein ist. Die Positionen, wie ich sie unter http://www.ka-news.de/nachrichten/karlsruhe/Karlsruhe-Killerspiele-Gruene;art6066,199419 folgen leider der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem Post <a href="http://www.zottel.de/2009/06/05/grune-gegen-das-verbot-von-killerspielen/">Grüne gegen das Verbot von “Killerspielen”</a> habe ich über die Aktion <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.gruene.de');" href="http://www.gruene.de/no_cache/3-tage-wach.html">3-Tage-wach</a> der Grünen berichtet. Hier noch ein paar weitere Aussagen von Team Grün auf Fragen bzgl. Ego-Shootern.</p>
<p><span id="more-51"></span>Julian fragte Team Grün:</p>
<blockquote><p>Ich wollte Fragen, wie eure Position zu den sogenannten &#8220;Killerspielen&#8221; allgemein ist. Die Positionen, wie ich sie unter http://www.ka-news.de/nachrichten/karlsruhe/Karlsruhe-Killerspiele-Gruene;art6066,199419 folgen leider der gleichen platten &#8220;Argumentation&#8221; anderer Parteien. Äusserst merkwürdig ist vor allem folgendes Zitat: &#8220;Jeder kann sich diese Spiele heute zu Hause auf den Computer laden, ganz ohne dass die Öffentlichkeit etwas davon mit bekommt.&#8221; Deshalb halten die Grünen eine auf Dauer angelegte kritische öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema Killerspiele für notwendig.<br />
Wieso soll dann eine öffentliche Veranstaltung verhindert werden: &#8220;Wenn es nach uns ginge, hätte Karlsruhe dem Intel Friday Night Game in der jetzt geplanten Form frühzeitig einen Riegel vorgeschoben&#8221;<br />
Nur zur Info: Ich spiele überhaupt keine Computerspiele, aber mir geht die ganze Zensierei/Beschränkerei in letzter Zeit gehörig auf die Nerven. Ich würde mir ein mehr auf Freiheit und Bürgerrechte gerichtetes Profil der Grünen wünschen, da die FDP aufgrund Ihrer Wirtschafts und Umweltpolitik unwählbar ist.</p></blockquote>
<p>Antwort von Team Grün:</p>
<blockquote><p>Lieber Julian,<br />
Da sind wir deiner Meinung. Zensur und Einschränkung der Freiheits- und Bürgerrechte gehen jetzt schon viel zu weit in vielen Bereichen. Was wir aber fordern: Eine öffentliche Debatte und vor allem auch eine Verbesserung der Mendienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen. Wer Egoshooter spielt, ist kein potentieller Attentäter. DIe Debatte wird bisher sehr populistisch und mit falschen Behauptungen geführt. Das wollen wir nicht. Vielmehr muss den tatsächlichen Ursachen solcher Gewalttaten auf den Grund gegangen werden. Nicht Spiele verboten werden. Vielleicht ein hilfreicher Link zum thema Znesur und Freihet:<br />
<a href="http://www.gruene.de/einzelansicht/artikel/das-netz-waehlt-gruen.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=236&amp;cHash=57b8c51569">http://www.gruene.de/einzelansicht/artikel/das-netz-waehlt-gruen.html?tx_ttnews[backPid]=236&amp;cHash=57b8c51569</a><br />
Dein team Grün.</p></blockquote>
<p>Zockerweibchen fragte (05-06-09 15:42):</p>
<blockquote><p><a rel="nofollow" href="http://www.welt.de/politik/article3866764/Innenminister-beschliessen-Verbot-von-Killerspielen.html">http://www.welt.de/politik/article3866764/Innenminister-beschliessen-Verbot-von-Killerspielen.html</a><br />
das kann doch nicht wahr sein! die blutbaronin hatte noch nichtmal strom und hat trotzdem haufenweise läute abgeschlachtet.<br />
wie wollt ihr euch da einmischen?</p></blockquote>
<p>Antwort von Team Grün:</p>
<blockquote><p>Hallo,<br />
immer wenn Jugendliche furchtbare Gewalttaten begehen wird schon fast reflexartig nach irgendwelchen Verboten gerufen. Wir halten das nicht für sinnvoll. Die Ursachen von Gewalt sind vielfältig. Hier sind auch Eltern, Lehrer und alle an der Erziehung Beteiligten aufgefordert besser hinzusehen und den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen besser gerecht zu werden.</p>
<p>Für uns ist ganz klar: Gewaltverherrlichende Spiele lehnen wir ab, sie sind nicht geeignet als Freizeitprogramm für Kinder und Jugendliche. Das ist und bleibt grüne Position, die wir bei jeder Novelle des Jugendschutzes deutlich gemacht haben. Schon im Jahr 2003 hat Rot-Grün den Jugendmedienschutz in Deutschland grundlegend reformiert.</p>
<p>Wer jetzt aber nach pauschalen Verboten für bestimmte Computerspiele ruft, ignoriert die bestehenden Gesetze und will die Menschen in die Irre führen. Deutschland hat einen besonders verantwortungsvollen Jugendmedienschutz, der international vorbildlich ist. Gewaltverherrlichende Computerspiele können schon jetzt verboten werden und werden es auch. Denn auch für Computer- und Konsolenspiele gelten die Bestimmungen des Paragrafen 131 des Strafgesetzbuches. Danach sind Produktion und Vertrieb von Spielen verboten, die extrem gewaltverherrlichend, rassistisch oder anderweitig verfassungswidrig sind. Darüber hinaus können schwer jugendgefährdende Computerspiele indiziert werden, das heißt, sie dürfen nicht beworben und an Jugendliche verkauft werden. Die Bewertung der Spiele erfolgt durch die &#8220;regulierte Selbstregulierung&#8221;: Die Spieleindustrie überprüft zusammen mit dem Staat die Altersfreigabe ihrer Produkte. Dieses System gilt weltweit als eines der rigidesten.<br />
Pauschale Verbote für Computerspiele sind in Zeiten des Internets schlichtweg unwirksam. Was in Deutschland verboten ist, lässt sich ohne weiteres über das Internet beschaffen. Wir wollen deshalb gute Spiele fördern, um das gewaltverherrlichende Zeug zu verdrängen. Und deshalb ist auch die konsequente Vermittlung von Medienkompetenz in allen Bildungsbereichen wichtiger denn je. Das gilt vor allem für Jugendliche und deren Eltern. Das ist effektiver als jedes Verbot.</p>
<p>Politik hat die Aufgabe die Lebensbedingungen der Menschen zu gestalten, da sehen wir die aktive Bekämpfung von Isolation und Perspektivlosigkeit von Jugendlichen als unsere vorrangige Aufgabe.<br />
Beste Grüße vom Team Grün</p></blockquote>
<p>Konze fragte (05-06-09 16:52)</p>
<blockquote><p>Hallo zusammen,wie bei SPON zu lesen ist ( <a class="tx-comments-external-autolink" rel="nofollow" href="http://tinyurl.com/ptbkbs">http://tinyurl.com/ptbkbs</a> ) möchten die Innenminister der Länder ein rasches verbot der &#8220;Killerspiele&#8221;, wie stehen die Grünen zu diesem Beschluss?</p></blockquote>
<p>Antwort von Team Grün:</p>
<blockquote><p>Die Killerspiel-Forderung ist ein Beweis des Wegduckens und der Mutlosigkeit. Statt konsequent die Abrüstung der Privathaushalte voran zu bringen, verzettelt sich die Koalition mit der Strafbarkeit von Computerspielen. Auf der Strecke bleiben wirksame Maßnahmen für eine Verbesserung der Sicherheit der Menschen.Viele Grüße</p></blockquote>
<p>Frage von  										 										Philipp (05-06-09 16:33)</p>
<blockquote><p>Die Innenminister haben ja grad beschlossen &#8220;Killerspiele&#8221; zu verbieten.<br />
Erstmal würde ich gern wissen was ihr zu Gewaltspielen sagt. Und bitte nicht nur so ne Antwort wie &#8220;Spiele sind nicht der Grund, Waffengesetz verschärfen blabla&#8221;, sondern vielleicht ein Argument?<br />
Ich denke erstens, dass ein Verbot völlig sinnlos ist, weil ich z.B. weiß woher ich meine Spiele bekomme, wenn sie nicht mehr im Handel sind. Zweitens glaube ich, dass Aufklärung und bessere Kontrolle wesentlich besser geeignet sind. Minderjährige Testkäufer z.B.?<br />
Im Zuge einer Aufklärung wären aber auch diverse ignorante und rückständige Politiker (&#8220;ja wie: auf den Link klicken?&#8221;) und Journalisten an der Reihe.<br />
Die betitelung solcher Spiele als &#8220;Killerspiele&#8221; ist unterster BILD-Populismus und uralte Archiv-Bilder von uralten US-Versionen, also hier nicht käuflich, von Spielen zu verwenden, nur um etwas Blut zu zeigen, und Spielinhalte falsch darzustellen (GTA: &#8220;Bonuspunkte fürs Töten von alten Omas&#8221;) ist einfach unprofessionell.</p>
<p>Bitte bitte bitte sagt euren Spitzen, sie sollen sich darüber Gedanken machen.</p>
<p>MfG Philipp</p></blockquote>
<p>Antwort von Team Grün:</p>
<blockquote><p>Lieber Philipp, (und liebe Janine, lieebr Gerd-eure Fragen beantworte ich mal in einem)<br />
Egoshooter, um mal die korrekte Bezeichnung zu verwenden, einfach zu verbieten, ist relativ sinnlos, wird Spieler nicht vom Spieler abhalten und Amokläufe nicht verhindern. Da sind wir deiner Meinung. Aufklärung, Medienkompetenz etc. sind da viel wichtiger. Was in vielen medien praktizeirt wird und von Politikern gesagt, ist meißt populisitisch und wenig fundiert. Der Verbotswahn wir dvon uns nicht unterstützt. Wir machen uns darüber Gedanken, versprochen.</p>
<p>Dein Team Grün</p></blockquote>
<p>Also eine klare Aussage gegen weitere Verbote.</p>
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		<item>
		<title>Grüne gegen das Verbot von &#8220;Killerspielen&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 22:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zottel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Grünen stehen im Internet 3 Tage vor der Europawahl Rede und Antwort mit ihrer Aktion 3-Tage-wach. Bei der Aktion wurde auch nach der Einstellung der Grünen zum Thema &#8220;Killerspiele&#8221; gefragt, Team Grün gab folgende Antwort:
Die schockierenden Ereignisse in Winnenden haben Forderungen nach einem Verbot so genannter Killerspiele ja wieder massiv ins Gespräch gebracht. Wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grünen stehen im Internet 3 Tage vor der Europawahl Rede und Antwort mit ihrer Aktion <a href="http://www.gruene.de/no_cache/3-tage-wach.html">3-Tage-wach</a>. Bei der Aktion wurde auch nach der Einstellung der Grünen zum Thema &#8220;Killerspiele&#8221; gefragt, <span id="more-30"></span>Team Grün gab folgende Antwort:</p>
<blockquote><p>Die schockierenden Ereignisse in Winnenden haben Forderungen nach einem Verbot so genannter Killerspiele ja wieder massiv ins Gespräch gebracht. Wir lehnen gewaltverherrlichende Spiele ab, da sie als Freizeitprogramm für Kinder und Jugendliche nicht geeignet sind und haben deshalb 2003 auch den Jugendmedienschutz in Deutschland grundlegend reformiert. Dabei muss aber auf eines hingewiesen werden: Deutschland hat einen besonders verantwortungsvollen Jugendmedienschutz und diejenigen, die jetzt laut pauschale Verbote fordern, wollen vor allem die öffentliche Verunsicherung ausnutzen. Nach Paragraph 131 des Strafgesetzbuches kann die Produktion und der Vertrieb extrem gewaltverherrlichender, rassistischer oder anderweitig verfassungswidriger Spiele verboten werden. Des Weiteren können schwer jugendgefährdete Computerspiele indiziert und damit der Verkauf an Jugendliche und die Bewerbung verboten werden und dieses System ist weltweit eines der strengsten.<br />
In Zeiten des Internets, wo pauschale Verbote von Spielen ohnehin nur schwer umsetzbar sind, setzen wir auf die konsequente Vermittlung von Medienkompetenz in allen Bildungsbereichen. Wir wollen gute Spiele fördern, um die gewaltverherrlichenden zu verdrängen.</p>
<p>Viele Grüße<br />
Team Grün</p></blockquote>
<p>Trifft recht gut meine eigene Meinung, wir haben ausreichende Gesetze zu dieser Thematik und benötigen wahrlich keine neuen. Somit scheint die Meinung der <a href="http://www.gulli.com/news/karlsruhe-auch-gr-ne-m-gen-2009-05-12/" target="_blank">Grünen in Karlsruhe</a> wohl nicht die Meinung aller Grünen zu sein.</p>
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